Schwanzmeise
Die Schwanzmeise ist ein kleines Vögelchen aus der Familie der Schwanzmeisen. Ihren Namen trägt die Schwanzmeise
wegen dem langen Schwanz, der ihr ein perfektes Ausbalancieren beim Hangeln auf den äußeren Enden feiner Zweige ermöglicht, auf denen sie hauptsächlich ihre Nahrung sucht. Während der Brutzeit besiedelt die Schwanzmeise vor allem lichte Wälder, Waldränder und Parks mit viel Unterwuchs.
Trotz ihres Namens ist die Schwanzmeise nicht enger mit den echten Meisen verwandt. Sie wird teilweise in die Überfamilie der Sylvioidea gestellt, zu der auch die Grasmückenartigen, Bülbüls und Timalien gehören. Neuerdings wird sie mit den Laubsängerartigen, Seidensängerverwandten und anderen Familien in die eigene Überfamilie Aegithaloidea eingeordnet. Hier scheiden sich also derzeit noch die Geister.
Die Vögelchen haben eine Gesamtkörpergröße von 13 bis 16 cm, wobei der Schwanz allein schon 6 bis 10 cm lang ist. Die Körperform ist rundlich, der kleine Schnabel ist nur 6 bis 7 mm kurz.
Das Gewicht beträgt 7 bis 10 g, die Flügellänge 6 bis 7 cm. Die Maße und Proportionen variieren deutlich je nach Unterart, genauso die Gefieder- bzw. Kopfzeichnung.
Die stark variierende Unterart Aegithalos caudatus europaeus hat einen dunklen Kopf und findet sich vor allem in West- und Südeuropa, die weißköpfige Aegithalos caudatus caudatus in Nord- und Osteuropa. In Mitteleuropa können beide Formen nebeneinander vorkommen, es gibt aber auch Mischformen.
Das Sozialverhalten der Schwanzmeise ist recht ausgeprägt. Außerhalb der Brutzeit lebt die Schwanzmeise in kleinen Schwärmen von bis zu 30 Vögeln. Diese zeigen einen starken Zusammenhalt und beanspruchen ein bestimmtes Territorium, das gegen andere Schwärme verteidigt wird.
In der nahrungsreichen Zeit werden etwa 50 % des Tages, im Winter bisweilen 90–96 % für die Nahrungssuche im Trupp aufgewendet. Dabei werden innerhalb eines Tages mehrere Kilometer zurückgelegt. Ein Futter suchender Trupp hält sich meistens nur zwischen 2 und 15 Minuten an einem Ort auf und zieht dann weiter.
Innerhalb der Winterschwärme wird die Nacht auch gemeinsam in eng aneinander geschmiegten Schlafgesellschaften verbracht, was bei besonders niedrigen Temperaturen sehr vorteilhaft ist. Erst am Morgen wird die Versammlung wieder aufgelöst.
Schwanzmeisen werden mit Ende des ersten Lebensjahres geschlechtsreif und führen vermutlich eine monogame Saisonehe. Es findet eine Jahresbrut statt, das Vorkommen von Zweitbruten ist bislang nicht eindeutig nachgewiesen.
Ein Schwanzmeisen-Gelege besteht normalerweise aus 8 – 12 Eiern, die allein vom Weibchen bebrütet werden.
Während dieser Zeit wird das Weibchen vom Männchen gefüttert. Die Brutdauer liegt zwischen 12 und 18 Tagen. Die Jungen verlassen das Nest nach 14–18 Tagen, werden aber noch bis zu 14 weitere Tage von Eltern und Helfern gefüttert
-Steckbrief Schwanzmeise:
| Name: |
Schwanzmeise |
| Wissenschaftl. Name: |
Aegithalos caudatus |
| Ordnung: |
Sperlingsvögel (Passeriformes) |
| Familie: |
Schwanzmeisen (Aegithalidae) |
| Gattung: |
Aegithalos
|
| Art: |
Schwanzmeise |
| Größe: |
ca. 13 - 16cm |
| Gewicht: |
7 bis 10 g |
| Lebenserwartung: |
5 Jahre |
| Lebensraum: |
Wälder, Parks, Friedhöfe, Gärten, Heckenlandschaften
|
| Nahrung: |
Insekten, Larven, Spinnen, Sämereien |
| Zugverhalten: |
sowohl Standvogel als auch Zugvogel |
| Brutverhalten: |
1 Brut pro Jahr mit 8 bis 12 Eiern |
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