Alpenstrandläufer
Warum der Alpenstrandläufer "Alpenstrandläufer" heißt, kann man nur vermuten. In den deutschen Alpen kommt er nicht vor. Wahrscheinlich bezogen sich die Namensgeber auf die lappländischen Alpen, denn die Brutgebiete der Vögel liegen im hohen Norden.
Sie brüten in der arktischen Tundra.
Drei Viertel ihres Lebens verbringen diese Tiere auf dem Zug oder in ihren Überwinterungsgebieten. In Mitteleuropa sind Alpenstrandläufer vor allem während des herbstlichen Zuges an den Küsten und in Feuchtgebieten zu beobachten.
Es werden sechs bis zehn Unterarten unterschieden. Wie viele es nun tatsächlich sind, ist bisher also noch ungeklärt. Jedenfalls existieren drei genetisch deutlich unterschiedliche Unterartengruppen, von denen je eine in Europa, Sibirien und Alaska sowie in Kanada verbreitet ist.
Alpenstrandläufer sind 17 bis 21 cm große Vögel und sind mit diesen Körperausmaßen etwa so groß wie ein Star.
Sie haben eine Flügelspannweite von ca. 32 bis 36 cm und das Gewicht liegt zwischen 40 und 60 g.
Der lange, schwarze Schnabel ist im vorderen Viertel leicht nach unten gebogen. Die Iris ist braunschwarz. Die Beinchen und die Zehen sind schwärzlich olivfarben.
Im Brutkleid sind die Vögel viel auffälliger gefärbt als im Schlichtkleid. Wenn die Vögel bei uns ankommen, tragen sie schon die unauffällige Variante ihres Gefieders.
Im Brutkleid sind bei beiden Geschlechtern die Scheitelfedern dunkelbraun bis schwärzlich mit einem rötlichbraunen Saum. Weibchen haben einen bräunlichen bis braunen Nacken. Bei Männchen kann dieser Bereich hingegen fast hellgrau sein.

Die Kopfseiten sind sehr varibabel gefärbt. Einzelne Tiere haben weißliche Kopfseiten, andere Exemplare haben bräunlich gestreifte Kopfseiten. Bei Weibchen sind die Kopfseiten oft bräunlich gefärbt.
Das Gefieder ist im Brutkleid insgesamt recht kontrastreich.
Die Nahrung der Vögel besteht in ihren Brutgebieten aus Insekten und deren Larven, die sie mit dem Schnabel aus dem flachen Wasser picken. Zur Zugzeit stehen auch Schnecken, Würmer und kleine Krebstiere auf der Speisekarte.
Wenn man Alpenstrandläufer an unseren Küsten bei der Nahrungssuche beobachtet, stochern sie meistens mit ihrem langen Schnabel im Schlick herum und stecken zeitweise gleich ihren ganzen Kopf in den Schlamm.
Während der Brutzeit legt das Weibchen bis zu vier Eier, die von beiden Elternvögeln bebrütet werden. Die Brutzeit beträgt ca. drei Wochen. Die Küken schlüpfen in der Tundra im Juli und damit in einem Zeitraum, in dem ein Maximum von Insekten an der Oberfläche der Tundra für sie erreichbar ist.
Die Jungvögel werden schon nach drei Wochen flügge und machen sich sofort auf den Weg in mildere Regionen um dort zu überwintern.
Die Winterquartiere finden sich überwiegend an den Küsten der Nordhalbkugel. Aber auch Afrika, der Mittelmeerraum und die südlichen Küsten Asiens werden von den Vögeln zum Überwintern genutzt.
-Steckbrief Alpenstrandläufer:
| Name: |
Alpenstrandläufer |
| Wissenschaftl. Name: |
Calidris alpina |
| Ordnung: |
Regenpfeiferartige (Charadriiformes) |
| Familie: |
Schnepfenvögel (Scolopacidae) |
| Gattung: |
Strandläufer (Calidris) |
| Art: |
Alpenstrandläufer |
| Größe: |
17 bis 21 cm |
| Gewicht: |
40 bis 60 g |
| Lebenserwartung: |
bis 24 Jahre |
| Lebensraum: |
Feuchtwiesen, Küsten, Heidegebiete, Moore und Salzwiesen, Schlickflächen, Flussmündungen |
| Nahrung: |
Schnecken, Ringelwürmer, Muscheln, Insekten, Larven |
| Zugverhalten: |
Zugvogel |
| Brutverhalten: |
1 Brut pro Jahr - 4 Eier |
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