Weißbartgrasmücke
(Weißbartgrasmücke Männchen)
Die Weißbartgrasmücke ist eine kleine Vogelart, die zur Familie der Grasmücken gehört.
Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und bevorzugt offene, trockene Gebiete wie buschige Wiesen oder Felder, Steppen und Heidelandschaften.
Die Weißbartgrasmücke kommt auch in Deutschland vor. Allerdings sind die Exemplare, die bei uns gesichtet werden nur äußerst seltene Ausnahmegäste. Es gibt Beobachtungen von seltenen Durchzüglern vor allem auf den deutschen Nordseeinseln, wie z.B. Helgoland.
(Weißbartgrasmücke Weibchen)
Das Brutgebiet dieser Art liegt im Mittelmeerraum. Sie kommt auf der gesamten Iberischen Halbinsel mit Ausnahme der West- und Nordküste, über Südfrankreich bis Süditalien und Sizilien, Norditalien bis in die Toskana und auf den mediterranen Inseln vor. Außerdem ist sie von Südslowenien über die Mittelmeerküsten des Balkans, Bulgarien, ganz Griechenland bis nach Westanatolien verbreitet.
Die Vögel erreichen eine Körpergröße von 12 bis 13 cm und haben einen schlanken Körperbau.
Männchen sind viel auffälliger gefärbt als Weibchen. Man kannd die Geschlechter anhand der Färbung also gut unterscheiden.
Männchen sind auf der Brust und an den Flanken rötlich-braun.
Der Rücken und der Kopf sind bei den Männchen bleigrau. Auffällig ist der leuchtend rote Augenring und die intensiv zimtfarben bis ziegelrote Kehle und Brust. Dadurch bekommt der weiße Bartstreif besonders zur Geltung.
Die Weibchen haben eine eher gräulich-braune Färbung mit blasserem Bart. Der Augenring ist bei den Weibchen weißlich, die Kehle und die Flanken haben einen rosafarbenen Anflug, die Körperunterseite ist weiß.
Es handelt sich um Zugvögel, die in Afrika überwintern.
Die ersten Vögel treffen schon Mitte März in ihren Brutgebieten ein, die Nachzügler bis Mitte Mai. Schon ab Ende Juni beginnen sie mit dem Zug in die Winterquartiere. Nachzügler können bis Ende Oktober beobachtet werden. Während der Zugzeit findet man die Vögel oft zahlreich auf den zentralen und westlichen Mittelmeerinseln.
Gebrütet wird in niedrigem Buschwerk, selten höher als 1 Meter. Das Nest wird aus Halmen und Rinde gebaut. Die Außenseiten werden mit Spinnenweben verkleidet. Die Innenpolsterung besteht aus Tierhaaren und weichen Pflanzenteilen.
Ein Gelege besteht normalerweise aus 3 bis 4 Eiern. Beide Elternvögel sind am Bebrüten der Eier beteiligt, wobei das Männchen nur einen geringen Anteil daran hat. Die Jungvögel schlüpfen nach ca. 11 bis 13 Tagen.
Die Küken sind
Nesthocker und kommen nackt zur Welt. Sie haben einen roten Rachen mit gelblichem Rand. Beide Elternvögel füttern ihren Nachwuchs.
Das Weibchen schützt die Jungen bei Regen oder zu starker Sonneneinstrahlung mit ausgebreiteten Flügeln.
Nach 11 bis 12 Tagen verlassen die Jungvögel das Nest.
Wenn das Weibchen noch mit einer zweiten Brut beginnt, werden die ersten Jungen vom Männchen weiter gefüttert.
Die Weißbartgrasmücke ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Spinnen, aber auch Sämereien und Beeren stehen auf dem Speiseplan.
Aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes und ihrer relativ stabilen Population wird die Weißbartgrasmücke von der Weltnaturschutzunion als "nicht gefährdet" eingestuft.
-Steckbrief Weißbartgrasmücke:
| Name: |
Weißbartgrasmücke |
| Wissenschaftl. Name: |
Curruca cantillans |
| Ordnung: |
Sperlingsvögel (Passeriformes) |
| Familie: |
Grasmückenartige (Sylviidae) |
| Gattung: |
Grasmücken (Curruca)
|
| Art: |
Weißbartgrasmücke |
| Größe: |
12 - 13 cm |
| Gewicht: |
10 - 14 g |
| Lebensraum: |
Buschlandschaften, lichte Wälder, offene Landschaften mit Gebüschen
|
| Nahrung: |
Spinnen, Insekten, Beeren, Früchte |
| Zugverhalten: |
Zugvogel |
| Brutverhalten: |
1 bis 2 Bruten pro Jahr mit 3 - 4 Eiern |
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