Blaumerle
(Blaumerle Männchen)
Die Blaumerle ist ein blauer kleiner Vogel, der eine Körpergröße von ca. 20 cm erreicht.
Männchen und Weibchen sind gut voneinander zu unterscheiden.
Die Männchen haben schwarz-blaues Gefieder, die Weibchen tragen ein graubraunes Federkleid mit hellen Flecken.
Die Blaumerle nutzt gebirgige Gegenden bis zu einer Höhe von 3.000 Meter als Lebensraum. Man findet diese Art auch an felsigen Meeresküsten, in Ruinen oder teilweise auch in Ortschaften.
Das Verbreitungsgebiet in Europa erstreckt sich über ganz Spanien und Portugal sowie andere Mittelmeer-Länder wie z.B. Italien und Griechenland. Die Blaumerle gilt für den Inselstaat Malta als Nationalvogel. Einzelne Exemplare sind auch auf der Insel Kreta gesichtet worden.
Der Gesang der Blaumerle ist flötend und melancholisch. Normalerweise singt das Männchen von der Spitze einer Felskuppe aus, hin und wieder aber auch in einem Segelflug mit gespreiztem Schwanz, der mit einem Sturzflug endet.
Die Brutpaare halten ihr Leben lang an einem Brutplatz in einer bestimmten Felsspalte oder einer anderen geeigneten Bruthöhle fest.
Die Brutplätze suchen die Vögel etwa ab Ende März auf, um sie im September wieder zu verlassen. Es handelt sich um Teil- und Langstreckenzugvögel, die vor allem in Afrika (hauptsächlich südlich der Sahara) sowie in Südostasien überwintern.
Ein Gelege besteht meistens aus 4 bis 5 Eiern, die 12 bis 13 Tage lang bebrütet werden. Die Jungvögel bleiben nach dem Schlüpfen ca. 18 Tage lang im Nest.
Danach streifen die Eltern gemeinsam mit ihrem Nachwuchs im Brutgebiet herum. Die Männchen bekommen erst im zweiten oder dritten Jahr während der Mauser ihr typisches blaues Federkleid.
Blaumerlen gehören zu den Wartenjägern. Sie setzen sich auf eine Erhöhung und warten darauf, daß ein Beutetier in Reichweite kommt. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten. Manchmal werden auch Beeren vertilgt, die direkt vom Boden oder von Pflanzen aus aufgenommen werden.