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Wiedehopf

Wiedhopf

Der Wiedehopf ist ein sehr auffälliger Vogel mit orange-braunem Gefieder und einem ca. sechs Zentimeter langen Schnabel. Mit einer Körpergröße von 26 bis 29 cm ist der Wiedehopf nur etwas größer als eine Amsel. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur gering voneinander.
Bei uns in Bayern gehört er zu den seltensten Brutvögeln mit nur einigen wenigen Brutpaaren. Deutschlandweit wurden im Jahr 2021 etwa 800 bis 950 Brutpaare geschätzt. Wenn man einem Wiedehopf in Deutschland begegnet, dann nur im Sommerhalbjahr, etwa von Ende April bis September. Den Winter verbringen die Vögel in wärmeren Gebieten. Sie fühlen sich in warmen Regionen wohl und sind in Afrika, Asien und Europa verbreitet. Als Langstreckenzieher legen diese Tiere beachtliche Flugstrecken zurück, um in ihre Überwinterungsgebiete und wieder zurück zu ihren Brutgebieten zu gelangen.

Wiedehopf

Als Nahrung dienen Insekten, Würmer, Larven und ähnlich kleines Getier, das auf dem Boden gejagt wird. Vor allem kurzrasige oder vegetationsarme Flächen sind für den Wiedehopf zur Nahrungssuche ideal.
Gebrütet wird vorzugsweise in Kulturlangschaften, hauptsächlich in Weinbergen oder auf Streuobstwiesen. Als Nistplatz kommen zum Beispiel Spechthöhlen oder andere Nischen in Frage. Auch Nistkästen werden vom Wiedehopf angenommen und manchmal dient auch nur eine einfache Mulde ohne viel Nistmaterial zur Eiablage. Meistens wird nur eine Brut pro Jahr großgezogen. Das Gelege besteht aus 5 bis 7 Eiern, die 16 bis 19 Tage bebrütet werden. Sind die Jungvögel geschlüpft werden sie nach 20 bis 28 Tagen flügge.

Wiedehopf

Man findet den Wiedhopf in halboffenen oder offenen Landschaften mit viel Nahrungsangebot.
In Deutschland ist die Population des Wiedehopfes gefährdet, weil es zunehmend weniger geeignete Lebensräume für die Vögel gibt. Außderdem hat der Wiedehopf in unseren Breiten keinen guten Ruf. Er wird als Stinkvogel, Mistvogel, Kothahn, Dreckkrämer und anderen Titeln belegt. Das ist einerseits darauf zurückzuführen, daß der Wiedehopf seine Nahrung zum Teil in Viehkot und Mist sucht. Außerdem geht von einem Wiedehopfnest ein sehr strenger Geruch aus. Die Küken wehren Fressfeinde ab, indem sie diese mit dünnflüssigem Kot bespritzen. Gegen einen Fuchs mit einer feinen Nase, der das Nest plündern will, ist das eine effektive Verteidigungsstrategie. Die Nester der Vögel liegen oft nur in geringer Höhe über dem Boden, so daß eine derartige Verteidigung durchaus nötig ist.
Zusätzlich sondern die Weibchen und die Jungvögel ein übelriechendes Sekret aus ihren Bürzeldrüsen ab, so daß vom Nest recht schnell ein sehr strenger Geruch ausgeht.

Wiedehopf

-Steckbrief Wiedehopf:

Name: Wiedehopf
Wissenschaftlicher Name: Upupa epops
Ordnung: ‎Hornvögel und Hopfe (Bucerotiformes)
Familie: Wiedehopfe (Upupidae)
Gattung: Wiedehopfe (Upupa)
Art: Wiedehopf
Größe: 26 - 29 cm
Gewicht: 75 g
Lebensraum: insektenreiche Landschaften
Lebenserwartung: 10 Jahre
Nahrung: Insekten, Würmer, Raupen, Grillen, Käfer, Spinnen, Larven
Zugvogel: Langstreckenzieher
Balz- und Brutzeit: März bis Juni
Brutverhalten: 5 bis 8 Eier