Gänsesäger
(Gänsesäger Weibchen)
Gänsesäger sind etwa 69 cm große und bis zu 2 kg schwere Entenvögel, die in Europa hauptsächlich in Skandinavien, auf Island, in Irland, in Estland, in Lettland, in Litauen und in Russland brüten.
(Gänsesägerküken)
Auch in Norddeutschland und im Alpenraum gibt es kleinere Brutvorkommen, allerdings sieht man Gänsesäger bei uns in Deutschland meistens als Wintergäste und Durchzügler. Es handelt sich um recht gesellige Vögel, die oft in Gruppen anzutreffen sind.
(Gänsesäger Männchen)
Trägt das Männchen sein Prachtkleid, kann man die Geschlechter recht deutlich unterscheiden. Männchen haben einen weißen bis rosafarbenen Körper, einen schwarzen Rücken und einen schwarzen Kopf, der in der Sonne grünlich schimmert. Die Beinchen und der Schnabel sind rot.
Weibchen sind eher grau und haben einen rotbraunen Kopf. Der Schnabel und die Beine sind ebenfalls rot. Im Schlichtkleid sehen die Männchen den Weibchen deutlich ähnlicher als zur Brutzeit.
Gänsesäger brüten in Höhlen. Sie nutzen zum Brüten vor allem Baumhöhlen, Felsspalten, Dachböden oder ähnliches. Auch künstliche Nisthöhlen werden von Gänsesägern angenommen.
Die Brtuzeit beginnt ab April und das Gelege besteht normalerweise aus sieben bis vierzehn Eiern. Die Brutdauer beträgt in etwa 32 bis 35 Tage, die das Weibchen allein übernimmt.
Sind die Jungvögel geschlüpft, verlassen sie einen Tag nach dem Schlüpfen schon die Bruthöhle. Dabei kann es zu Sprüngen aus großer Höhe kommen, wobei die Küken ihre Flügelchen wie kleine Fallschirme nutzen und so das Prozedere meistens unbeschadet überstehen.
Die Gänsesägerküken werden vom Weibchen zum Wasser geführt, wo sie die nächsten Wochen betreut werden.
Eine Gänsesägerfamilie legt in dieser Zeit oft Strecken von mehreren Kilometern zurück.
Manchmal transportiert das Weibchen seinen Nachwuchs auf dem Rücken, allerdings können die Küken sofort gut schwimmen und relativ bald auch tauchen. Meistens werden die Jungvögel bereits verlassen, bevor sie fliegen können. Gänsesäger werden im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif.
Die Gänsesägerküken suchen von Anfang an ihre Nahrung selbst im Wasser, die zuerst hauptsächlich aus Wasserinsekten und Würmern besteht. Nur kurze Zeit später fangen sie an nach Fischen zu tauchen.
Ausgewachsene Gänsesäger ernähren sich vor allem von Fischen, die eine Länge von ca. zehn cm haben. Manchmal werden auch größere Exemplare erbeutet.
Die Fische werden unter Wasser gefangen, wobei die Vögel in eine Tiefe von bis zu zehn Metern abtauchen können. Der Hakenschnabel mit den Sägezähnen dient dabei als Werkzeug um die glitschigen Fische festhalten zu können.
Galerie - Gänsesäger
-Steckbrief Gänsesäger:
| Name: |
Gänsesäger |
| Wissenschaftl. Name: |
Mergus merganser |
| Ordnung: |
Gänsevögel (Anseriformes) |
| Familie: |
Entenvögel (Anatidae) |
| Gattung: |
Säger (Mergus) |
| Art: |
Gänsesäger |
| Größe: |
53 - 69 cm |
| Gewicht: |
1150 bis 2000 g |
| Lebenserwartung: |
8 Jahre |
| Lebensraum: |
Flüsse, Seen
|
| Nahrung: |
Fische, Krebse, Larven, Insekten, Schnecken, Würmer |
| Brutverhalten: |
1 Brut pro Jahr mit 7 bis 14 Eiern |